Letzte Aktualisierung: 07. Januar 2012
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Mehlschwalben und Mauersegler in Brambauer

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 Projekt zum Schutz der Mehlschwalben und Mauersegler in Lünen-Brambauer

Wenn man sich durch die Suchmaschinen im Internet klickt und nach Projekten zum Schutz der Mehlschwalben sucht, findet man auch bei intensiver Suche bundesweit vielleicht eine Hand voll Schutzmaßnahmen. Warum ist das so?

Die Mehlschwalben stehen heute auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten und sind streng geschützt. Die Liste der Orte an denen sie bereits ganz verschwunden sind wird von Jahr zu Jahr länger. Aber auch das bewegt die Menschen noch immer nicht zum Umdenken. Sie pflegen lieber ihren Meisenkasten im Garten oder auf dem Balkon und unterstützen eine Vogelart, die in Deutschland ohnehin bereits flächendeckend und in ausreichender Zahl vorkommt.

Ich erinnere mich, dass es zu meiner Kinderzeit Ende der 70er Jahre auch bei uns in Brambauer an sehr vielen Häusern gleich ein Dutzend Nester gab. Im Jahr 2009, als erstmals ein Mehlschwalbenpärchen in einem Kunstnest unter unserem Dachvorsprung drei Jungvögel groß zog, konnte ich trotz intensiver Suche bei uns in Brambauer kein einziges Nest mehr entdecken. Mir wurde klar, dass es die Schwalben allein nicht schaffen werden. Sie brauchen unsere Hilfe.

Die Mauersegler verbringen fast ihr ganzes Leben in der Luft. Sie schlafen sogar dort, indem sie in mindestens 400 Mtr. Höhe aufsteigen und dort die Nacht verbringen. Nur zum Brüten bekommen sie festen Boden unter die Füße. Aber genau hier liegt das Problem. Mauersegler - die übrigens nicht mit den Schwalben verwandt sind - benötigen zum Nisten Hohlräume, z. B. unter losen Dachziegeln oder öhnlichem. Diese Nistplätze werden aber auf Grund von Haussanierungen und Abrissen alter Gebäude immer seltener. Zwar gibt es in Brambauer während ihrer Anwensenheit (Anfang Mai bis Ende Juli) noch eine stattliche Anzahl, doch ist auch hier ein rasanter Rückgang zu erkennen. Auch den Mauerseglern muss dringend geholfen werden.




Erstbesiedlung der Mehlschwalbenkolonie Brambauer im Jahr 2009

   


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